Nutzen

Sicherheitsbewertungen dienen im Allgemeinen zur Sicherstellung einer ausreichenden Personensicherheit. Sie werden insbesondere bei Vorliegen von besonderen Charakteristiken oder Abweichungen von den einschlägigen Regelwerken erforderlich.

Indikatoren zur besonderen Charakteristiken können baulicher und betrieblicher Art sein. Unterirdische Zu- und Abfahrten, eine hohe Staugefährdung, ein grosses Verkehrsaufkommen oder Besonderheiten in der Trassierung sind nur einige wenige Beispiele davon. Gemeinsam ist allen, dass sie zumeist in eine höhere Gefährdung der Personensicherheit resultieren und daher in der Sicherheitsbewertung zu beurteilen sind.

Grundsätzlich ist sowohl bei einem  Neubau als auch bei einer Nachrüstung sowie Sanierung das gültige Regelwerk einzuhalten. Für begründete Einzelfälle eröffnen oftmals die Richtlinien grundsätzlich die Möglichkeit, vom richtlinienbasierten Ansatz abzuweichen und auf ein alternatives Nachrüstungskonzept abzustützen, wenn die richtlinienbasierte Nachrüstung zu nicht sinnvoll umsetzbaren Lösungen führt. Vorraussetzung für die Umsetzung ist aber, dass die alternativen Lösungen mindestens das gleiche Sicherheitsniveau, wie die richtlinienkonforme Ausführung aufweisen. Dies ist durch eine Sicherheitsbewertung zu belegen.

Der prinzipielle Aufbau sowohl einer qualitativen, als auch einer quantitativen Sicherheitsbewertung ist identisch und besteht im Wesentlichen aus drei, miteinander interagierenden, Elementen:

- Risikoanalyse
In der Risikoanalyse werden zunächst die Gefahren identifiziert. Basierend auf dieser Analyse werden Szenarien definiert, welche die vorher erkannten Gefahren geeignet abbilden. Für jedes Szenario werden anschliessend die Ereignishäufigkeit des Szenarios und das dazugehörige Schadensausmass, in der Regel Todesopfer, ermittelt. Mit diesen beiden Werten, Häufigkeit und Schadensausmass, lässt sich das Risiko ermitteln und darstellen.

- Risikobewertung
Die aus der Risikoanalyse ermittelten Risiken werden verwendet, um anhand von Bewertungskriterien zu entscheiden, ob die Sicherheit des Tunnels ausreichend ist.

- Massnahmenplanung
In der Massnahmenplanung werden geeignete Sicherheitsmassnahmen eruiert, um mit Hilfe dieser die Beurteilungskriterien der Risikobewertung zu erfüllen. Um die Verhältnismässigkeit der eingesetzten, finanziellen Mittel zu gewährleisten, werden die Massnahmen aufgrund ihrer Kostenwirksamkeit beurteilt. Es sollen nur die Sicherheitsmassnahmen realisiert bzw. geprüft werden, die ein hinreichendes Kostenwirksamkeitsverhältnis aufweisen.

Leistungen

- Qualitative und quantitative Sicherheitsbewertung für Strassen- und Eisenbahntunnel (bauliche, technische und organisatorische Sicherheitsmassnahmen für Ausführung, Nutzung und Betrieb)

- Sicherheitsgutachten für Bahn- und Strassentunnel

- Pflichtenheft Sicherheit für die Projektbeteiligten (Bauherr, Ingenieure, Spezialisten, Betreiber, Ereignisdienste)

- Sicherheitsanalysen

- Bewertung Tunnelsicherheit (Tunnelkollektiv oder Einzeltunnel)

- Soll-Ist Vergleich

- Ableiten von Massnahmen

- Risikobasierte Evaluation von Sicherheitsmassnahmen

 

Unsere Referenzen Sicherheitsbewertung

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